Fähre Prins Joachim vor dem Warnemünder Leuchtturm

Farewell Prins Joachim

Als die Prins Joachim 1980 in Dänemark ihren Dienst als Fähre auf dem „Großen Belt“ aufnahm, saß ich als junger Eisenbahner in Frankfurt und fertigte die S-Bahnen ab. An eine Fährfahrt zwischen Rostock und Gedser war damals nicht zu denken, lag der Rostocker Hafen doch bekanntlich tief im „Feindesland“. Und doch sind wir viel später, 2005, mit dem Wohnmobil übergesetzt und haben am Ende das Nordkap erreicht. Deutschland war schon lange wieder eins und ein großer Teil der Ostsee gehörte dazu.

Die beiden Fähren Prins Joachim und Prins Frederik sorgten seit 1995 – bis heute – im 2 Stundentakt für eine reibungslose Verbindung zwischen Deutschland und Dänemark für Passagiere, LKWs, PKWs und natürlich Wohnmobile. Die schnellste Verbindung nach Dänemark und weiter nach Schweden. Für die in die Jahre gekommenen Fähren gibt es nun endlich Ersatz, lange genug hat es gedauert. Zwei Hybridfähren namens „Berlin“ und „Kopenhagen“ lösen nun die alten Schiffe ab.

Die Prins Joachim ist die Erste die geht, heute ist ihr letzter Tag. Der Name Scandlines ist bereits entfernt, auch das charakteristische, dreieckige Logo auf dem Schornstein ist abmontiert. Sie ist verkauft und wird zukünftig in der Adria zwischen Griechenland und Italien verkehren. „Farewell Prins Joachim, ich wünsche dir allzeit gute Fahrt und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel“.

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