Archiv der Kategorie: Geschichten

Paddywalk in Zingst

Der „Meister“ hatte während der letzten Zingster Fototage irgendwie keine Lust auf Vorträge, sehr wohl aber auf ein bißchen schnacken mit anderen Fotografen. Das was immer ein wenig zu kurz kommt, auf Fototagen, oder Vortragsreihen. So rief er und alle kamen. So ein Schnack unter Gleichgesinnten, Paddy macht das ja auch regelmäßig auf seinem Videokanal, dient mehr dem Networking und dem Kennenlernen. Für Patrick Ludolph ist es natürlich auch eine gute Gelegenheit, schließlich ist er Geschäftsmann und lebt von der Fotografie, potentielle Kunden für Workshops oder seine Produkte zu gewinnen. Das kommt allerdings nie zum Ausdruck, es ist wirklich ein zwangloses Treffen und Spazierengehen. Hier meine kleine Story dazu, am Ende gibt es auch ne Menge Bilder. Paddywalk in Zingst weiterlesen

Heidi und HUDO

Wir sind ja auch viel unterwegs, aber gegen das, was Heidi Hetzer mit ihrem HUDO, einem 1930er Hudson Super 8, in zweieinhalb Jahren mit inzwischen stolzen 79 Jahren geleistet hat, sind wir doch Waisenkinder. Mehr als 80.000 Kilometer hat sie auf Ihrer Weltreise mit der heutigen Ankunft in Berlin mit Hudo zurückgelegt, mit einer Maximalgeschwindigkeit von 60 Kilometern in der Stunde. Unvorstellbare 17 Liter verbraucht das Monstrum – von dem es weltweit nur noch 5 Exemplare gibt – auf 100 km und Ersatzteile müssen meist erst hergestellt, oder bei Sammlern angefragt werden. Ihre Motivation? Nicht etwa einen Rekord aufstellen, nein, sie wollte nach ihrer erreichten Rente einfach die Welt sehen. Warum nicht mit einem Auto. So wie vor genau 90 Jahren, als Clärenore Stinnes als erster Mensch die Erde im Auto umrundete. Heidi und HUDO weiterlesen

Liebe ist …

… überall Liebesschlösser anzubringen. Ob in Köln über dem Rhein, auf Zingst auf der Seebrücke, in Warnemünde am Geländer gegenüber dem Standesamt, oder wie auf dem Bild, am Osthafen an der Spree, überall finden sich stählerne Zeugen unvergänglicher Liebe. Steffi&Jan, Kevin&Chantal, Oskar&Rico, alle verbinden mit dem Anbringen der Schlösser, und dem gemeinsamen Versenken des dazugehörigen Schlüssels, die Hoffnung auf immerwährende Zweisamkeit.

Aber wie es so ist im Leben, nichts ist für die Ewigkeit. Und so verkünden mancherorts noch Schlösser die Unverbrüchlichkeit zweier gemeinsamer Seelen, während im echten Leben davon längst schon keine Rede mehr sein kann. Aber allein der Wille es immer wieder zu versuchen, und die Hoffnung das es eben doch „für immer“ sein möge, hält diese Tradition am Leben.

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern einen guten Rutsch, wir lesen uns wieder in 2017. Dem Jahr dem hoffentlich nicht ganz so viele unserer Idole geopfert werden. 2016, es wird Zeit: Verpiss dich!

Mark II

Nachdem meine Olympus OM-D E-M5 im letzten Urlaub zum dritten Mal seinen Geist mit dem selben Fehler aufgegeben hatte – der Verschluss blieb hängen und nichts ging mehr – musste irgendwas passieren. Ich wollte ja gern weiter fotografieren und gern auch mit Olympus. Also Kamera wieder an den Service geschickt, mit der Option es entweder zu reparieren, am Besten endgültig, oder über einen Ersatz nachzudenken. Bei „Ersatz“ ging ich allerdings von einem 1:1 Umtausch aus, also E-M5 kaputt, gegen E-M5 nicht kaputt.

Umso größer war die Überraschung und die Freude, als ein mattschwarzer Karton ankam, dem anzusehen war, dass es sich um etwas Außergewöhnliches handeln musste. Das „Replacement“, was im beiliegenden Servicebrief beschrieben wurde, hatte mir eine funkelnagelneue OM-D EM 5 II beschert. WOW! Und ohne Zuzahlung. Einfach so. Neue Kamera. BÄÄÄM. Ich hatte noch ein wenig die Befürchtung, dass irgendjemand einen Fehler gemacht haben könnte, aber nein, hatte alles seine Richtigkeit. Da bleibt mir nur zu sagen: Danke Olympus, perfekter Service. Kundenbindung vom Feinsten.

Einsen und Nullen

Da liegt er auf dem Bürgersteig, der kaputte Fernseher aus der Röhrenzeit. Die Platinen herausgebrochen, die Dioden stehen in der Schlange, als warten sie auf Ihre Kündigung. Bekommen die dicken Schwarzen eine höhere Abfindung als die Roten, oder die noch kleineren Blauen? Oder werden sie einfach gefeuert? Sorry Jungs, aber eure Zeit ist leider vorbei. Ihr seid zu groß, wie die Dinosaurier, und passt leider nicht mehr in die Zeit. Die Miniaturisierung habt ihr verpasst. Das wars. Tschüss.

Kann sein, aber vielleicht gehen sie auch einfach nur in ihre wohlverdiente Rente. Ich würde es ihnen gönnen, haben sie sich doch lange Zeit für uns auf- und entladen und für unsere Entspannung gesorgt. Machts gut ihr Einsen und Nullen.