Weltweiter Flüchtlingsirrsinn

Warnhinweise vor Hochhaus
Landminen sind in Kriegsregionen leider allgegenwärtig – Foto: h|b

Weltweit sind Millionen Menschen auf der Flucht vor Krieg, Gewalt oder Hungersnöten. Mal flüchten die Menschen vor einem Krieg im Kongo, mal vor einem religiösem Konflikt im Sudan, nirgends sind so viele Menschen auf der Flucht wie in Afrika. Dabei möchten Sie sicher wie wir, einfach nur in Frieden leben. Wer flieht oder vertrieben wird, muss meist mit wenig auskommen. Doch was heißt das?

Können wir uns vorstellen, plötzlich unsere Heimat verlassen zu müssen und mit Zehntausenden in einem Flüchtlingslager zu leben? Wissen wir, was es heißt, in den ersten Tagen mit 50 bis 100 fremden Menschen eine Latrine teilen zu müssen? Oder wie es ist, wenn man anfangs nur fünf Liter Wasser täglich erhält, um zu trinken, sich zu waschen, oder zu spülen?

Antworten unter anderem auf diese Fragen gibt die Ausstellung „Überleben auf der Flucht“, von der Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ die noch bis nächsten Dienstag in Berlin am Potsdamer Platz gezeigt wird.

Todeskampf

Vogel unter einem Bahnhofsdach
Gefangen am eigenen Nest – Foto: h|b

Eigentlich wollte ich im Rahmen „Natur in der Stadt“ Bilder von der Aufzucht junger Krähen machen, deren Elterntiere sich unter dem Dach des Ostbahnhofs dazu zwei große Nester aus Zweigen gebaut hatten. Vor ein paar Wochen flogen die erwachsenen Tiere noch regelmäßig zu den Nestern. Als ich heute endlich die Zeit gefunden hatte mit der Kamera auf die Pirsch zu gehen, waren von den Nestern leider nur noch wirre Stockansammlungen übrig. Ob die Aufzucht schon zu Ende war, kann ich nicht sagen, aber in den Nestern war definitiv nichts mehr. Doch leider darunter. Todeskampf weiterlesen

Hoffest

Eine Sängerin mit Gitarrist im Hintergrund
Sara Böttger bei ihrem Auftritt auf dem Hoffest – Foto: h|b

Am letzten Wochenende waren wir auf dem Hoffest der freien Musikschule Berlin in Weissensee. Dort stellen die Künstler vor, was sie bisher gelernt haben. Von den ganz kleinen, Gitarre spielenden Kindern die Hänschen klein intonieren, zu den etwas größeren Klavierspielern und der Moldau, bis hin zu kleinen Bands, die sich an „Smoke on the water“ versuchen mit E-Gitarre und Verstärker.

In dem Rahmen hatte sich Sara bereit erklärt, mit zwei der Musikschüler aufzutreten, um den Rahmen musikalisch um Gesang zu erweitern. Begleitet durch Gitarre und Klavier rockten die Drei den Innnenhof und wurden nach drei Musikstücken begeistert von der Bühne verabschiedet. Eine klasse Veranstaltung in einem schönen Ambiente mit leckerer kulinarischer Begleitung.

Velothon

Zwei Radrennfahrer
Die Spitze des Peletons am Ende der Oberbaumbrücke – Foto: h|b

Zum fünften Mal fand in Berlin das Radrennen für jedermann statt, das Velothon. Mit einer 60-Kilometer Runde für alle, einer 120-Kilometer Runde für ambitionierte Radler die bis in den Fläming reichte und einer 180 Kilometer Runde für die Profis. Die ersten beiden Gruppen hatte ich verpasst, die Profis habe ich dann an der Oberbaumbrücke erwischt. Velothon weiterlesen

Zerstörung

Bagger und S-bahn an einem Bahnhof
Die Bagger verrichten weiterhin ihr teuflisches Abrisswerk – Foto: h|b

Mit schwerem Gerät geht der Abriss der beiden Bahnsteige am Bahnhof Warschauer Strasse weiter. Es muss Platz geschaffen werden, für den Aufbau der neuen Bahnsteige und des Empfangsgebäudes. Die Betonpfeiler die einst die Dächer trugen und deren Fundamente tief in der Erde verankert sind, müssen freigelegt und dann zerkleinert werden. Es ist interessant wie schnell und umfangreich diese Arbeiten vonstatten gehen. Vor nicht allzulanger Zeit ging ich noch über eine Treppe auf den Bahnsteig Richtung Innenstadt, alles weg. Der vietnamesische Zigarettenverkäufer, der genug Raum zum Bunkern hatte, steht jetzt „nackt“ da, wenn er überhaupt noch auftaucht. Die Bagger werden sicher noch eine Weile ihrem zerstörerischen Werk nachgehen, aber bald wird der Bahnhof Warschauer Straße wie Phönix aus der Asche wieder auferstehen.

Bilder und Geschichten aus Berlin und der Welt