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Welttage

Gefühlt scheint es gerade eine Invasion der „Welttage“ zu geben. Jeder Tag ein anderer Welttag. Heute konkurrieren zum Beispiel die Bäume und die Pinguine miteinander. Da es in unseren Breitengraden mit Pinguinen etwas dünn bestellt ist, wir andererseits aber nichts so viel haben, wie Bäume, bietet sich dieses Motiv geradezu an. Das Bild zeigt eine bestimmte Baumart – hab leider vergessen welche – am Olbersdorfer See in Zittau.

Ein weiterer Welttag, nämlich der „Internationale Tag gegen Lärm“ findet übrigens morgen statt. Wie wir inzwischen wissen, macht zu viel Lärm die Menschen krank. Am Olbersdorfer See kann man die Ruhe noch genießen, außer Vogelzwitschern und dem Rauschen des Windes ist in der Vorsaison nicht viel zu hören. Leider wird das in der Hochsaison nicht so bleiben. In den umliegenden Wäldern, fernab des Trubels, findet man aber sicher immer ein Ruheplätzchen, vielleicht sogar mit Aussicht auf See und Zittau.

Blick auf Zittau über den Olbersdorfer See
Blick auf Zittau von der Helmut-Sattler-Aussicht – Foto: h|b

Teufelsbrücke

Einen perfekten Kreis wollte der Schöpfer des Kromlauer Parks, Friedrich Hermann Rötschke, schaffen und baute seine Brücke aus Basalt- und Feldsteinen so über den Rakotzsee, dass sich mit der Spiegelung im Wasser der Kreis schließt.

Die Brücke tauchte immer wieder in meiner Timeline auf, zuletzt spektakulär 2016 als ein Fotograf mit einem Bild der Brücke der hochdotierten „Red Bull Illume 2016“ gewann. Aber es war nicht einfach die Brücke, sondern der BMX Fahrer direkt oben auf der Brücke, der für Unmut sorgte. Die Brücke ist nämlich nicht zugänglich und gesperrt.

Auf der Rückfahrt von Zittau hatte ich nun auch endlich mal die Gelegenheit diesen Ort zu besuchen. Kaum hatten wir den Parkplatz erreicht, fing es aus Eimern an zu schütten und zu hageln. Der Himmel in alle Richtungen dunkelgrau. Na toll. Nach kurzer Pause tat sich allerdings ein blaues Fenster auf, gerade so lange, wie ich brauchte, um die Brücke zu erreichen und sie „in den Kasten“ zu bekommen. Ein wunderschönes Motiv wie ich finde.

Foto: OM-D E-M5II, 12-40 mm/2.5 – 1/400 – f 5.0 – ISO 200

Rot-Rot-Grün

In diesen bunten Buchenblättern am herbstlichen Weißensee, spiegelt sich nicht nur die Abendsonne, sondern auch die neue Koalition in Berlin wider. Die will die Stadt endlich wieder den entscheidenden Schritt nach vorn bringen. Mehr IT Innovation, erschwingliches Wohnen, Neuausrichtung des Verkehrs, Erhaltung der kulturellen Vielfalt, Ausbau maroder Schulen, bessere Austattung von Behörden, Polizei und Ämtern und vieles mehr. Fünf Jahre haben sie sich dafür Zeit gegeben. Also noch fünf mal bunte Blätter am Weißensee, dann wissen wir, was aus den Plänen geworden ist.

Blaue Seestunde

Ich wollte ja immer schon mal austesten, wie das so mit Langzeitbelichtungen funktioniert. Einen Graufilter habe ich schon länger, es fehlte nur Zeit und Motiv. Bei einem meiner letzten Besuche in Okriftel habe ich dann die Gelegenheit genutzt und mich zur blauen Stunde auf den Weg gemacht. Das 12-50 mm von Olympus auf die OM-D und den Graufilter vorn drauf. ISO runter, Blende zu, lange Belichtungszeit garantiert. Den Selbstauslöser auf 2 Sekunden stellen, so kann sich die Kamera nach dem Drücken des Auslöseknopfes wieder „beruhigen“ und rund 60 Sekunden belichten. Ergebnis ist eine perfekte „Blaue Stunde“ am See in Okriftel.

Partynacht am See

Der letzte See ist dann doch schon etwas weiter weg von Berlin, gut zweidrittel des Weges nach Dresden. Dort, direkt am Ufer des Senftenberger Sees, gibt es allerdings einen sehr schön ausgebauten Stellplatz für rund 20 Wohnmobile. Die Platzwirtin hat noch ein Plätzchen für uns und begrüßt uns mit einem launigen „Naaamd, ick wills nur jleich saachen, hier is heut Abend Paaarty“. Kurzer Blick in die Runde, nichts zu sehen. Wir antworten: „Keen Problem, wir kommen aus Friedrichshain“.

Das „…heute Abend Party…“ entpuppt sich allerdings dann als Mega Strandparty und lässt unser Wohnmobil im Takt der wummernden Bässe bis drei Uhr in der Nacht vibrieren. Au weia. Als erfahrener Wohnmobilist hat man zwar für solche Fälle Oropax dabei, aber bei 100 Meter Luftlinie zwischen Boxen und Stellplatz – etwas geschützt durch einen dazwischenliegenden Hügel mit Baumbewuchs – hilft das nur eingeschränkt. Zur Belohnung hängen am nächsten Tag frische – noch leicht warme – Brötchen am Wohnmobil. Bei unserem nächsten Besuch bringen wir noch die Fahrräder und Badesachen mit, perfekt für ein langes – und dann hoffentlich erholsames – Wochenende.

Dramatischer Wolkenhimmel spiegelt sich in See
Abendstimmung in Senftenberg – Foto: h|b