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Milchbar

Nachdem die kleinen Frischlinge ein Weile durch den Wald getobt sind, sich gegenseitig durch die Gegend geschubst haben und immer wieder verscheucht wurden, wenn sie versuchten an die „Quelle“ zu kommen, lässt sich die  Bache endlich herab. Sie legt sich auf die Seite und öffnet endlich ihre Milchbar. Das lassen sich die Kleinen nicht zweimal sagen und stürzen sich wie auf ein Kommando auf die arme Wildsau, die das aber gelassen über sich ergehen lässt. Eine Zeitlang hört man nur noch das gleichmäßige Schmatzen der hungrigen Meute.

Spargelhof Klaistow, OM-D E-M5 II, Lumix 35-100/2.8

Schatten im Blick

Sie lauert. Sie weiß das ich da draussen bin. Sie kann mich sehen. Wir können uns beide sehen und wissen nicht was passieren könnte, würde uns nicht ein stabiles Gitter voneinander trennt. Ist sie hungrig? Sehe ich aus wie etwas zu essen? Weiß sie überhaupt wie man lebendes Essen schlagen müsste? Den Kampf ums Überleben. Jeden Tag aufs Neue. Hier ist alles anders. Das Essen wird jeden Tag gebracht. Danach entweder Siesta, oder endloses spuren am Käfigrand entlang. Die kurzen Wege sind bereits ausgetreten. Wir trennen uns. Die Spannung verfliegt.

Eingesperrt

Normalerweise versuche ich im Tierpark ja so zu fotografieren, dass keine Gitter den Eindruck stören. Es soll aussehen wie auf einer Safari. Die Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum, freigestellt vom ganzen Drumrum. Ist natürlich alles quatsch, weiß ich auch. Die Tiere sind eingesperrt, daran gibt es nichts zu deuteln.

Als wir am Gehege der Japanmakaken vorbeikommen, turnen die Jungtiere gerade am Zaun und schwingen sich bis ganz nach oben, aber selbst dieser Weg ist versperrt, ein Netz überspannt das ganze Gehege. Dann habe ich den kleinen Moment eingefangen, der das Eingesperrtsein am ehesten verdeutlicht. Das festhalten an den Gittern, der verlorene Blick, traurige „Ooohhhs“ der Zuschauer.

Aber wie kleine Kinder eben sind, im nächsten Moment ist alles vergessen und das Rudel der kleinen Affen tobt wieder kreuz und quer durch das große Gehege. Bleibt die Frage, ob ihnen das Eingesperrtsein überhaupt bewusst ist.

Kleiner roter Panda

Heute ist wieder mal ein Besuch im Tierpark angesagt. Blauer Himmel, bei leider – immer noch – Temperaturen um den Gefrierpunkt, fordert ausgiebige Bewegung und außerdem muss die Jahreskarte ja auch abgelaufen werden. Das Bild vom kleinen, roten Panda, auch Katzenbär genannt, ist bereits aus dem letzten Jahr, aber eines meiner Lieblingsbilder aus dem Tierpark. Von den langen Krallen mal abgesehen, mit denen sie sicher die Bäume entlangklettern können, ist es ein richtiges Kuscheltier. Aber auch ein Kratzbürstiges, wenn es um Essen- oder Revierverteidigung geht. Auf jeden Fall ein fester Fotostopp bei meinen Tierparkbesuchen.

Oh Tannenbaum

Wer oben sitzt, sieht mehr - Foto: h|b
Wer oben sitzt, sieht mehr – Foto: h|b

Wer immer schon mal wissen wollte, was die BSR mit den vielen Tannenbäumen macht, die sie am Anfang jeden Jahres von der Straße klaubt, muss einfach mal in den Zoo oder den Tierpark gehen. Für die Einen wird daraus ein neues Klettergerüst, ich habe die Affen jedenfalls nicht daran knabbern gesehen, für die Anderen ist es eine Abwechslung im Essensallerlei, starker Magen vorausgesetzt. Die weitaus meisten eingesammelten Tannenbäume werden allerdings geschreddert und dienen der Energieerzeugung. Die Stadtreinigung rechnet pro Jahr mit rund 400.000 ausgedienten Weihnachtsbäumen.

Da braucht es einen starken Magen - Foto: h|b
Da braucht es einen starken Magen – Foto: h|b